Innentüren wiederverwenden

Hintergrund
Innentüren lassen sich für gewöhnlich einfach ausbauen und an anderer Stelle wieder montieren. Eine teure Entsorgung und Neuanschaffung kann umgangen werden. So kann nicht nur Geld gespart, sondern auch eine gleichbleibende Optik der Innentüren gewahrt bleiben.
Umsetzung
Demontage
Um aufwendige Anpassungen zu vermeiden, empfiehlt es sich, nicht nur das Türblatt, sondern auch die Zarge (den mit der Wand verbundenen Rahmen einer Tür) wiederzuverwenden. Die Vorgehensweise bei der Demontage ist stark von der Art der Türzarge abhängig. Die üblichsten Arten sind:
- Umfassungszarge – Hier greift die Zarge u-förmig um die Wandöffnung, wodurch die Art gut erkennbar ist, da sie auf beiden Wandseiten vor der Wandoberfläche vorsteht. Diese vorstehenden Bestandteile sind meist in den Türrahmen geschoben. Zur Demontage müssen sie daher zunächst von der Wandseite herausgehebelt und anschließend herausgezogen werden. Danach ist der übrige Teil der Zarge zugänglich und kann demontiert werden.
- Blockzarge – Bei dieser Konstruktion sitzt die Zarge in der Türöffnung, häufig so, dass sie mit der Wandoberfläche bündig ist. Befestigt ist diese Art häufig mit Schrauben auf der Durchgangsseite.
- Eckzarge – Diese Art besteht aus einem L-förmigen Profil, welches auf einer Kante der Wandöffnung montiert wird. Die Befestigung erfolgt häufig durch eine Schraube, welche schräg in die Wand führt und im Bereich des Rahmens zu finden ist, welcher durch das geschlossene Türblatt verdeckt wird. Sind hier keine Schrauben sichtbar, ist die Demontage etwas aufwendiger. In diesem Fall wurde die Tür mithilfe von Metalllaschen seitlich neben dem Rahmen in der Wand verankert. Diese Laschen wurden anschließend durch eine Putzschicht überdeckt.
Montage
Die Montage erfolgt analog zur Demontage. Dabei ist zwingend zu beachten, dass die Türzarge lot- und waagerecht montiert wird, da die Tür ansonsten nicht richtig schließen kann. Zudem solltest du auf das Verwenden von Montageklebern und das Aufschäumen der Zwischenräume verzichten, um eine zukünftige erneute Demontage zu ermöglichen. Die Zwischenräume sollten dennoch mit einer Mineralwolle ausgestopft werden, um die Schallübertragung zwischen den Räumen zu reduzieren.
Anforderungen an Tür beachten
Da die Demontage und der Wiedereinbau vergleichsweise einfach sind, kann dieser auch durch geübte Handwerker:innen erfolgen. Zudem lassen sich eine Vielzahl detaillierter Hilfestellungen und Tutorials auf den üblichen Plattformen im Internet recht einfach finden. Dies gilt jedoch nur dann, wenn die Tür sich innerhalb einer Wohneinheit befindet und keine erhöhten Anforderungen an den Schallschutz oder Brandschutz (z.B. Metalltür zum Heizungsraum) erfüllen muss. Sollte dies der Falls sein ist zwingend eine Fachfirma hinzuzuziehen.
Stand: September 2026







